Von: Lisa Nolte aus Burg

An: Annika Freitag nach Mannheim

Fehmarn, 11. Oktober 2019

Meine liebe Freundin,

„Verliebt in Fehmarn“ – das klingt wie eine kitschige Romanze, die am Sonntagabend um 20:15 Uhr auf ZDF läuft. Aber ich finde: Das ist der richtige Titel für unsere Flitterwochen, die wir im Oktober auf der Insel Fehmarn an der deutschen Ostsee verbracht haben.

Flitterwochen auf Fehmarn? Statt Strand, Sonne und Meer auf den Malediven oder Mauritius? Ja, richtig. Uns hat es auf die Sonneninsel (laut des Deutschen Wetterdienstes war Fehmarn 2008 die sonnenreichste Region Deutschlands) gezogen – nach Rügen und Usedom übrigens die drittgrößte Insel in Deutschland.

Und wir haben es nicht bereut, weil wir genau das gefunden haben, was wir gesucht haben: zweisame Stunden in unserer traumhaften Ferienwohnung mit Kamin und Fasssauna, Spaziergänge an der wildromantischen Küste im Osten und Leuchttürme wie aus dem Kinderbuch. Was für uns ganz besonders war: Meine Tante hat uns zur Hochzeit einen Flitterwochen-Notfallkorb gebastelt – mit vielen Tipps für schöne Restaurants, Cafés und Fischbuden, die wir Tag für Tag getestet und für gut befunden haben.

Ich habe dir hier unsere zehn besten Tipps für einen Urlaub auf Fehmarn aufgeschrieben:

Ferienwohnung „The Villas Fehmarn“

Der eigentliche Grund, warum wir uns für Fehmarn entschieden haben, war die Entdeckung dieser hübschen Ferienwohnungen: The Villas. Sie sind im skandinavischen Stil minimalistisch eingerichtet und haben alles, was du dir wünschst: einen Kamin und Feuerholz, ein Schlafzimmer mit Blick auf das Meer und eine Fasssauna im Freien. Die kleinen „Villen“ liegen nicht weit von der Fehrmansundbrücke, die im Übrigen auch als der „Kleiderbügel“ bezeichnet wird.

Leuchtturm Flügge

Von Orth sind wir über die Dünen bis zum Flügger Leuchtturm spaziert, der einzige Leuchtturm auf Fehmarn, auf den man hochsteigen kann: Insgesamt sind es 164 Stufen. Vom Leuchtturm selbst sind es nur ein paar Schritte bis zum Strand.

Steilküste beim Leuchtturm Staberhuk

Der Küstenabschnitt im Südosten der Insel ist wortwörtlich „wildromantisch“. Das Meer funkelt im Sonnenschein tiefblau, über einen kleinen Feldweg läuft man direkt an der Küste entlang und lauscht den Wellen, wie sie an die Felsen schlagen.

Spaziergang im Naturschutzgebiet „Grüner Brink“

Auch der „Grüne Brink“ bietet sich für einen schönen Spaziergang an – am meisten haben wir uns anschließend aber an der leckeren Currywurst Pommes von der Beltbude gefreut. Ein schönes Fleckchen Erde.

Ich empfehle: Gummistiefel!

Romantisches Abendessen Restaurant Margartenhof

Besonders nett hatten wir es im Restaurant Margaretenhof. Dort haben wir ein sehr leckeres 3-Gänge-Menü gegessen – an speziellen Tagen gibt es dort sogar Sushi. Von den Preisen ist es insgesamt etwas teurer, aber durch die vielen Winkel und Ecken im Haus sehr gemütlich und gar nicht überheblich. 

Café Sorgenfrei am Südstrand

Im Oktober ist es am Südstrand schon sehr ruhig – wahrscheinlich ist in den Sommermonaten um einiges voller. Auch die Strandkörbe waren größtenteils schon eingewintert. Der Schönheit vom Café Sorgenfrei hat es keinen Abbruch getan. Direkt am Meer – und nicht über Straßen, sondern nur zu Fuß über den Strand oder einen Gehweg erreichbar – liegt das Café Sorgenfrei. Wir haben uns in zwei Liegestühle auf der Terrasse gesetzt und gelesen bis trotz Wolldecke zu kalt wurde. Übrigens: Es gibt dort eine sehr gute Cocktail-Auswahl.

Café Liebevoll, Café Traube und Café Kontor

Schöne Cafés gibt es auch in Fehmarns Hauptstadt Burg. Wir waren im Café Liebevoll (sehr guter Käsekuchen), im Café Traube (sehr hübsch eingerichtet) und im Café Kontor in Burgstaaken (eine Mischung aus Antike und Moderne, mit sehr großer Kuchenauswahl und -stücken sowie einem noch größeren Garten).

Fehmarnsches Fischlädchen in Burgstaaken

Einen Fisch-Gutschein hatten wir auch in unserem Flitterwochen-Notfallkorb – für das Fehmarnsche Fischlädchen. Gehört auf jeden Fall dazu!

Achtern Diek in Gold: Frühstück am Meer

Nicht nur zum Kitesurfen lohnt sich eine Fahrt ins Örtchen namens Gold. Im Achtern Diek gibt es nämlich ein ebenfalls lohnenswertes Frühstücksbuffet. 

Ganz schön viel los in Gold: Die Kite-Surfer haben Spaß.

Fahrradtouren rund um die Insel

Last but not least: Mit dem Fahrrad lässt sich die Insel sehr gut erkunden, wir haben uns aufgrund des Wetters für diese kleine Tour entschieden.  

Ich bin verliebt in diese Insel – die Tage haben sich angefühlt wie in einem Kinderbuch von Astrid Lindgren.

Nach den sechs Tagen auf der Sonneninsel machen wir noch einen Abstecher in die Hansestadt Hamburg – unsere Herzensstadt.

Ein frische Brise wünscht dir

Lisa